Die Gynäkologie an der St. Anna Klinik führt jährlich rund 1.400 ambulante und stationäre Eingriffe im Bereich der operativen Gynäkologie durch. Kennzeichnend ist dabei das umfassende Spektrum, das von den Operateuren der Klinik abgedeckt wird. Unter diesen vielfältigen Eingriffen kommt den gynäkologisch-onkologischen Operationen ein starkes Gewicht zu. Behandelt werden vor allem Krebserkrankungen des Gebärmutterkörpers und des Gebärmutterhalses, der Eierstock- sowie der Eileiterkrebs. Daneben führt die Einrichtung zahlreiche Eingriffe bei Vaginalkrebs sowie Krebs der äußeren weiblichen Genitalien durch.
Durch das starke Engagement der Klinik im Bereich des Brustkrebses sind interdisziplinäre Strukturen entstanden, die auch den Patientinnen zugute kommen, die an den beschriebenen gynäkologischen Krebserkrankungen leiden. Zu den Leistungen, die in diesem Zusammenhang angeboten werden können, zählen unter anderem: Die moderne Diagnostik durch die am Hause befindliche Klinik für gynäkologische Radiologie. Die Versorgung der Tumorpatientinnen in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Klinik 3 des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef (Hämatologie und Onkologie), die Versorgung der Patientinnen mit speziellen, auf die Bekämpfung der Krebserkrankung zielenden Präparaten (Zytostatika) durch die hauseigene Apotheke. Zusammengefasst wird diese über die Fachgrenzen hinausweisende Arbeit durch das so genannte Tumorboard. Hier kommen – wie auch in der Behandlung der Brustkrebspatientinnen – die unterschiedlichen Experten zur gemeinsamen Fallbesprechung zusammen. Absicht dieses Verfahrens ist es, durch den regelmäßigen Austausch der Experten die Prognose jeder einzelnen Patientin gezielt zu verbessern. Das langfristige Ziel besteht darin, wie bei den Brustkrebserkrankungen, die Lebensqualität der Patientinnen und ihre individuelle Lebenserwartung durch Struktur- und Qualitätsmaßnahmen zu verbessern.