St. Anna-Klinik

Brusterhaltende Methoden

Alle brusterhaltenden Verfahren erfordern die Nachbestrahlung der Brust im zeitlichen Intervall!

Knotenentfernung  

Teilentfernung des Brustdrüsengewebes 

Komplette Ausschälung des Drüsengewebes 

Mitentfernung der Brustwarze 

Knotenentfernung  

In allgemeiner Narkose oder nach örtlicher Betäubung wird die Haut über dem Tumor durchtrennt. Der Tumor wird mit einem Sicherheitsabstand entfernt und so markiert, dass der Pathologe genau weiß, wie der Befund in der Brust gelegen hat. Der Gewebedefekt ist meist klein und bedarf selten einer plastischen Rekonstruktion. Man sieht in der Regel nicht, dass Gewebe in der Brust fehlt. Der Schnitt wird kosmetisch anspruchsvoll genäht. Nach einiger Zeit ist er kaum mehr sichtbar. Das Verfahren eignet sich aber nur bei einem kleinen Tumor und günstigem Größenverhältnis zur Brust.

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Teilentfernung des Brustdrüsengewebes

Die Methode ist ähnlich der Knotenentfernung, nur wird wesentlich mehr Gewebe aus der Brust entfernt. Die Muskelhaut unter dem Tumor wird dabei immer mit weggenommen. Gelegentlich wird auch etwas Haut über dem Tumor entfernt. Der Gewebedefekt ist umfangreicher und eine Formrekonstruktion der Brust ist meist nötig. In Abhängigkeit von der Brustgröße wird Eigengewebe aus der operierten Brust zum Defektausgleich genommen. Eine Drehung oder Verschiebung kann gemacht werden. Die häufige Größenunterschiedlichkeit zur anderen, gesunden Brust, es wurde ja eine bestimmte Gewebemenge auf der kranken Seite entfernt, lässt uns manchmal den Vorschlag machen, die gesunde Seite etwas zu verkleinern. Über diese Methoden entscheidet die Patientin nach sorgfältiger Aufklärung. Wenn es gewünscht ist, die operierte Seite in der Größe weitgehend genau zu rekonstruieren, kann der versierte Operateur Gewebe vom Rücken der Patientin nehmen und eine Verschiebung in die Brust machen. Auch diese Verfahren werden vorher genau besprochen. Die Diagnose der Brustknoten mit Nadelbiopsien ist bei der Planung von großem Vorteil.

Vor der ersten Operation weis jeder Patient genau welcher Tumor vorliegt, was im einzelnen operiert werden muss und wie kosmetisch angeglichen werden kann. Plastische Rekonstruktionen können so optimal geplant werden. Eine Verkleinerung der Brust kann manchmal sehr zum Vorteil der Therapie sein. Große Brüste können schlecht nachbestrahlt werden. Die Komplikationsraten sind recht hoch. In diesen Fällen bieten die Operateure des Brustzentrums der Kliniken St. Antonius eine beidseitige Verkleinerungsoperation an, bei der das Karzinom mitentfernt wird. Auch das ist eine Leistung der Krankenkassen. Oft ist diese Technik ein doppelter Gewinn für die Patienten. Nicht nur der Krebs ist operiert, eine häufig störende Übergröße der Brust, mit Nacken- und Rückenschmerzen, wird gleich mitbehandelt. Die kosmetischen Ergebnisse sind häufig exzellent.

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Komplette Ausschälung des Drüsengewebes

Mit einem elektrischen Messer, einer Schere oder einem Skalpell gelingt es, die Brustdrüse komplett aus der Haut heraus zu lösen. Der Gewebeausgleich erfolgt über Prothesen oder Eigengewebe von unterschiedlichen Körperregionen. Merken sie sich an dieser Stelle bitte, dass eine Bestrahlung von Brustprothesen nach einer Operation niemals sinnvoll ist. Sie müssen in 50 % mit Komplikationen rechnen. Eine Prothese ist also nur angebracht, wenn vorher schon feststeht, dass nicht bestrahlt werden muss oder die Prothese mit Muskelgewebe sorgfältig bedeckt wird. In solchen Fällen müssen der Operateur und der Strahlentherapeut besonders gut zusammen arbeiten.

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Mitentfernung der Brustwarze

Alle Milchkanäle laufen auf der Brustwarze zusammen. Liegt eine Krebserkrankung vor, deren Ursprung in den Milchkanälen liegt, kann eine Operation der Brustwarze nötig sein. Manchmal kann der Operateur während der Operation nicht genau sehen, ob hier eine Krebserkrankung vorliegt. Wenn der Pathologe bei der histologischen Aufarbeitung eine Beteiligung beschreibt, muss in einer zweiten, kleineren Operation die Brustwarze entfernt werden.

Es kommt auch vor, dass die Wegnahme der Brustwarze das gesamte angestrebte Behandlungskonzept umwirft. Ihr behandelnder Arzt wird ihnen genau erklären, warum solche Änderungen nötig sind. Auch die Brustwarze kann später rekonstruiert werden. Unterschiedliche Techniken kommen dabei zum Einsatz. Stillen kann eine junge Frau danach nicht mehr.

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Seniorenhaus Marienkloster