Afterwarzen (Feigwarzen oder Condyloma acuminata) sind sehr häufig und befallen die Region um den After. Sie können genauso gut die Haut der Geschlechtsorgane befallen. Sie erscheinen zunächst als zarte, stecknadelkopfgroße Hautveränderungen und können bis auf Erbsgröße anwachsen. Normalerweise machen sie keine Beschwerden oder Schmerzen. Aus diesem Grund verlaufen viele Infektionen für den Patient völlig unbemerkt.
Man nimmt an, dass sie durch ein Virus, das humane Papillomavirus, verursacht werden, welches sehr ansteckend ist. Das Virus wird durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen.
Ja. Wenn sie nicht entfernt werden, werden sie in der Regel größer und zahlreicher. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass diese Warzen bösartig werden können, wenn sie lange Zeit bestehen.
Wenn die Warzen sehr klein und lokalisiert an wenigen Stellen vorkommen, können sie mit Medikamenten, welche direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, behandelt werden. Diese Behandlung muss jedoch sehr sorgfältig und präzise durch einen Arzt erfolgen. Es sind in der Regel mehrere Applikationen notwendig, so dass sich die Behandlung über mehrere Wochen hinzieht. Eine andere Behandlungsmethode ist eine sehr nachhaltige Zerstörung der Warzen, z.B. mit elektrischem Strom im Sinne einer chirurgischen Entfernung. Auch Laserchirurgie kann hier zur Anwendung kommen, hat jedoch im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung keine Vorteile. Diese Behandlungen zeigen unmittelbare Erfolge, müssen jedoch in einer ausreichenden Schmerzbetäubung, evtl. Lokalanästhesie oder Vollnarkose, durchgeführt werden. Warzen, die sich innerhalb des Analkanals befinden, können nicht medikamentös behandelt werden und müssen grundsätzlich chirurgisch entfernt werden.
Dies hängt ab von der Ausdehnung des jeweiligen Befundes. Die meisten Patienten beschreiben nur eine geringe Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens für einige Tage nach der Operation, ggf. müssen Schmerzmedikamente verabreicht werden. Abhängig von der Ausdehnung des Warzenbefalls können manche Patienten am nächsten Tag ihre Arbeit aufnehmen, während andere Patienten mehrere Tage krankgeschrieben werden müssen.
Leider nicht in den meisten Fällen. Auch nach radikaler chirurgischer Entfernung entwickeln viele Patienten erneut Warzen. Dies liegt darin, dass das Virus auch in tiefer gelegenen Gewebsschichten bis zu sechs Monaten überleben und weitere Warzen ausbilden kann. Diese neuen Feigwarzen sind insofern nicht als Wiederauftreten der schon behandelten Warzen zu bezeichnen.
Kontrolluntersuchungen einige Monate nach der letzten Warzenbehandlung sind notwendig, um sicher zu sein, dass kein erneuter Virusbefall vorliegt.
In manchen Fällen können die Warzen wiederholt auftreten, zumal das Virus, das für die Entstehung der Feigwarzen verantwortlich ist, häufig in anderen Körpergeweben verharrt.