St. Anna-Klinik

Näheres zum Brustzentrum

Seit Mitte der neunziger Jahre bemühen sich Spezialisten der Brustdiagnostik und Brusttherapie, z.B. im Verband der AWOgyn oder der DGS, eine Konzentrierung ihrer Erfahrungen in Brustzentren zu erreichen. Der gesellschaftliche Druck und die Beispiele aus anderen europäischen Ländern führten Anfang 2002 dazu, dass auch in Deutschland die politische Initiative ergriffen wurde. Die Landesregierungen forderten die beteiligten Institutionen, im wesentlichen die Krankenhäuser auf, Anträge auf Anerkennung als Brustkrebszentrum zu stellen. Der Verband der Landeskrankenkassen war beauftragt, die Qualifikation der Bewerber zu prüfen und Vorschläge zur Anerkennung der Zentren zu machen. Jedes Zentrum steht im Interesse der Patienten unter ständiger Kontrolle seiner erbrachten Leistungen. Das Brustzentrum der St. Anna Klinik an der Vogelsangstraße in Wuppertal ist eines der nach § 16 vorgeschlagenen Zentren.

Das Brustzentrum bietet seinen Patientinnen eine umfassende Diagnostik und Therapie auf modernstem medizinischen Stand. Im Brustzentrum arbeiten unterschiedliche Spezialisten Hand in Hand, um ein Optimum an diagnostischer und therapeutischer Sicherheit und Effizienz zu erreichen. Das Zentrum an der Vogelsangstraße konzentriert sich auf die Diagnostik und operative Therapie der Brust. Die mammografische Diagnostik erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einer Radiologischen Gemeinschaftspraxis, der radprax, die ein eigenes Institut an der Vogelsangstraße etabliert hat. Die angebotene digitale Mammografie erspart den Patientinnen bei besserer Erkennbarkeit der Tumoren ca. 30 % der Strahlenbelastung. Den Frauenärzten und Radiologen gelingt es in über 95 % der Fälle, eine sichere Artbeschreibung des Tumors ohne Operation zu erreichen. Es werden spezielle Nadelsysteme verwendet, mit denen die Spezialisten kleine Gewebefragmente aus dem Tumor heraus punktieren, um diese dann unter dem Mikroskop untersuchen zu lassen. Die Sicherheit dieser Verfahren ist höher als bei der Diagnostik über einen Hautschnitt.

Ergänzend zur Mammografie wird immer eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Frauenärzte nutzen dafür digitale Geräte mit sehr guter Detailauflösung. Gerade bei jungen Patientinnen ist dieses Verfahren besonders vorteilhaft. Nach der histologischen Sicherung wird der Tumor mit der digitalen Brustsonografie (Ultraschall) untersucht und die Lage des Knotens in der Brust exakt festgelegt. Dieses Verfahren, das auch die Möglichkeit bietet, kleine Tumore mit einem dünnen Hakendraht quasi "festzubinden", ermöglicht eine gezielte operative Therapie. Die Operateure der Frauenklinik können die Brust bei der Behandlung des Brustkrebses in ca. 70% der Fälle erhalten. Das gelingt durch die besonderen Möglichkeiten der plastischen Rekonstruktion. Vorwiegend körpereigene Gewebe, aus der Brust selbst oder aus der Umgebung, kommen hierbei zum Einsatz. Sollte die Entfernung der Brust dennoch nötig sein, haben alle Patienten die Möglichkeit, einen Brustaufbau durchführen zu lassen. Diese Operationen, die mit Eigengewebe oder auch Kunstmaterialien durchgeführt werden, bezahlen die Krankenkassen. In Zusammenarbeit mit der Plastischen Chirurgie des Helios Klinikums bieten die Brustspezialisten sogar die Verpflanzung von Eigengewebe unter dem Mikroskop an. Eine Technik, die nur an wenigen Kliniken Deutschlands beherrscht wird. Das Brustzentrum koordiniert über ein eigenes Sekretariat die Behandlung der an Brustkrebs erkrankten Patientinnen und vermeidet damit unnütze Wege, doppelte Untersuchungen und nachteilige Informationsverluste. Alle Befunde, Informationen und Strategien werden an einem zentralen Ort verwaltet und verschaltet.

Jeden Freitag und optional jeden Mittwoch, werden alle Patienten, die mit Brustkrebs in der aktuellen Diagnostik oder Therapie stehen, zusammen mit allen Experten des Brustzentrums besprochen. Es werden Röntgenbilder angeschaut, Patientendaten ausgetauscht, Befunde besprochen und kontrovers diskutiert. Danach wird ein Behandlungsweg festgelegt, der für die Patientin ein Höchstmaß an Heilungschance ermöglicht. An diesen Besprechungen nehmen nach Möglichkeit auch die Ärzte teil, die nach dem Krankenhausaufenthalt an der weiteren Therapie und Nachsorge beteiligt sind. Die niedergelassenen Frauenärzte und Hausärzte erhalten umfangreiche Informationen über die Inhalte der Tumorkonferenzen und können so den besprochenen Weg mitgehen. Die Patientinnen erhalten nach einem ausführlichen Abschlussgespräch, im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt, einen Umschlag mit allen wichtigen Daten der Erkrankung und Behandlung für sich persönlich mit nach Hause. Damit kann sich jeder neue Arzt in die Behandlung schnell und unkompliziert einlesen. Die Behandlungszahlen des Brustzentrums werden regelmäßig veröffentlicht und sichern so die Transparenz der Therapieergebnisse.

AGO-Leitlinen zur Primärbehandlung von Mamma-Karzinomen

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