St. Anna-Klinik

Operation und PSE

Schlafendoskopie

Bei Vorliegen auf  eine schlafbezogene Atmungsstörung muss geklärt werden, ob es sich um ein behandlungsbedürftiges so genanntes obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) oder nur um ein harmloseres, wenn auch störendes Schnarchen handelt. Hierzu muss vorab eine Untersuchung mit einem ambulanten Schlafüberwachungsgerät oder eine Untersuchung in einem Schlaflabor durchgeführt werden. Das OSAS ist gekennzeichnet durch nächtliche Atemstillstände und nicht erholsamen Schlaf mit entsprechender Tagesmüdigkeit.

Für alle Formen der obstruktiven Atmungsstörungen gilt, dass in verschiedenen Ebenen (von der Nase über den Rachen bis hin zum Kehlkopf) geräuschvolle Vibrationen oder eine Verlegung der Atemwege entstehen können. Wichtige Voraussetzung für eine gezielte, spezifische und individuelle, d.h. für jeden Patienten maßgeschneiderte Maßnahme, ist die Kenntnis dieses „Schnarchgenerators“ und dessen präziser Lokalisierung.

Für alle Formen der obstruktiven Atmungsstörungen gilt, dass in verschiedenen Ebenen (von der Nase über den Rachen bis hin zum Kehlkopf) geräuschvolle Vibrationen oder eine Verlegung der Atemwege entstehen können. Wichtige Voraussetzung für eine gezielte, spezifische und individuelle, d.h. für jeden Patienten maßgeschneiderte Maßnahme, ist die Kenntnis dieses „Schnarchgenerators“ und dessen präziser Lokalisierung.

Wir haben hierzu ein Verfahren ausgearbeitet, bei dem die regelmäßig im Schlaf auftretenden Störungen mittels Videoendoskopie hörbar und sichtbar gemacht sowie dokumentiert und analysiert werden (PSE-Endoskopie).

Hierzu wird Ihnen ein ultrakurz wirkendes und damit hervorragend steuerbares Schlaf- und Narkosemittel (Propofol) verabreicht. Die Schlaftiefe wird orientiert an Daten aus dem Schlaflabor gesteuert. So können die bei Ihnen für Vibrationen (Schnarchen) bzw. Obstruktionen (Minderatmung bzw. Atemstillstand) verantwortlichen Gewebeanteile exakt identifiziert werden. Weiter können wir durch verschiedene Manöver (Veränderung der Körperlage, der Kopfposition sowie Veränderung von Unterkiefer und Zungenposition und Veränderung der Nasenatmung) die Wirksamkeit infrage kommender Behandlungsmethoden vorab abschätzen.

Die PSE-Endoskopie wird in enger Kooperation mit einem Anästhesisten durchgeführt, der die Steuerung des Schlafes überwacht. Atmung und  Kreislauffunktionen werden sorgfältig kontrolliert. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf die Funktion der Atmung. Insbesondere bei Patienten mit OSAS werden wir so genannte Sauerstoffentsättigungsphasen, denen Sie auch während Ihres natürlichen Schlafes häufig ausgesetzt sind, beobachten.
Dies gilt auch dann, wenn eine nCPAP-Maskenbeatmung Probleme bereitet und Therapiealternativen gesucht werden müssen. Denn gerade die unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes erheblich. Sollte ein ernster Fall von Sauerstoffmangelversorgung auftreten, können unverzüglich sämtliche zur Behandlung erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden. Nach einer Vielzahl erfolgreicher Untersuchungen ist eine solche Situation bisher in unserer Klinik noch nicht aufgetreten. Die eigentliche Endoskopie ist praktisch nebenwirkungsfrei. In seltenen Fällen kann es zu vorübergehendem Nasenbluten kommen.

Behandlung der schlafbezogenen Atmungsstörungen.

Nach der Schlafendoskopie wird ein individuelles Theapiekonzept für jeden Patienten entwickelt. Hierbei steht uns vor allem die besonders schonende Radiofrequenztechnik, bei der ambulant und häufig in lokaler Betäubung unblutig und ohne lokale Verbrennung mehr Platz für die freie Atmung in Nase und Rachen geschaffen werden kann. Dabei werden spezielle Elektronadeln in das Gewebe gestochen, über die mittels Radiowellen eine temperaturkontrollierte Erhitzung stattfindet. Die RFITT kann man für die Verkleinerung der Nasenmuscheln, die Straffung des weichen Gaumens und des Zäpfchens als auch zur Reduktion des Zungengrundes verwenden.
Auf klassische chirurgische Weise wird die überschüssige Schleimhaut des weichen Gaumens und Teile des Zäpfchens ( Uvulo-palato-pharyngo-plastik/UPPP) abgetragen und die Gaumenmandeln (TE) entfernt, anschließend wird das vordere mit dem hinteren Gaumensegel vernäht und eine neues Zäpfchen gebildet. 

Bei Patienten mit bereits entfernten Gaumenmandeln kann  mit der  Radiofrequenztherpie durch zusätzliche Schnitte eine  Gewebsstraffung erziehlt werden (Radiofrequenzassistierte Uvulaplastik/ RAUP). Je nach Kombination der einzelnen Operationsschritte  ist eine ambulante Therapie möglich, bzw eine stationärer Aufenthalt erforderlich.

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Heilig Geist-Krankenhaus